11. - 12. September 2021 

Halberstädter Orgeltag 

Michael-Praetorius-Jahr 2021 

Rund um die Martinikirche

Praetorius in Memoriam,Szenische Lesung, Musikalischer Reigen 

Orgelführungen  unter Aktuelles

Rückblick

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Kurze Orgelchronik des Halberstädter Doms

804 gab es im Jahr der Bistumsgründung vermutlich schon eine Orgel im Dom.
992 zur Weihe des ottonischen Dombaus ist eine Orgel im Dom sehr wahrscheinlich.
1328 findet sich ein Aktenvermerk zur Entlohnung der Bälgetreter einer Orgel im Dom. 

1361 wurde die berühmte gotische Orgel vollendet.diese sogenannte  Faber-Orgel mit ihren fast 1200 Pfeifen,die größten über 30 Fuß hoch, ist als erstes
Instrument überhaupt mit einer 12-tönigen Klaviatur
(drei Manuale und ein Pedal) beschrieben. Sie ist damit
als Meilenstein in die Musikgeschichte eingegangen.
1495 erneuert, wurde sie 1619 von Michael Praetorius
gerühmt, obwohl sie schon nicht mehr bespielbar war.
Nach seiner Zeichnung stand sie auf der Südempore
des Domes.
Mit den 639 Jahren vom Tag ihrer Fertigstellung
– the fatal day of Halberstadt, so Harry Partch–
bis zur Jahrtausendwende ist sie Bezugspunkt für
die Dauer des John-Cage-Orgel-Kunst-Projektes.

1718 Neubau der Orgel durch Heinrich Herbst und Sohn. Nach dem erstaunlichen Beschluss des Domkapitels, während der Arbeit „Licht durch die Orgel zu lassen“, wurde durch den heute noch erhaltenen mächtigen barocken Orgelprospekt ein Lichttunnel geführt. Erhalten sind aus dieser Zeit auch die beiden einzigartigen Seitenspieltische.

1837/38 bzw. 1861 überarbeiteten und veränderten J. F. Schulze und C. A. Buchholz mit Sohn das Instrument. Es wurde zu den besten Deutschlands gezählt (Mendelssohn Bartholdy).

1901 Neubau der Orgel durch Ernst Röver. Dabei wurde der Prospekt nach Osten verschoben.

1945 wurde der Dom schwer von Bomben getroffen. Die eindringende Nässe zog auch die Röver-Orgel stark in Mitleidenschaft.

1962-1965 Neubau der Orgel von der Orgelbaufirma Eule aus Bautzen unter Erhaltung des
Orgelprospektes von Herbst und Teilen der Orgel von Röver. Mit Verschluss des Lichttunnels
konnte das Licht der Westrosette die Orgel nicht mehr durch- und umfließen.

2000 Elektrifizierung sowie Hinzufügen von Koppeln, Einbau einer Setzeranlage durch Firma Hüfken.
Heute verfügt die Domorgel mit ihren 5184 Pfeifen über 66 Register, vier Manuale und Pedal.
Der wertvolle barocke Prospekt muss dringend saniert und die Orgel erneuert werden.

 

 

 

 

Quellen: Aus: Felix Friedrich: Faszinierende Orgeltradition in Halberstadt. In: Booklet zur CD „Orgelstadt Halberstadt“, S. 3f. ©2013 by querstand, einem Label des Verlages Klaus-Jürgen Kamprad, Altenburg.
Aus: Rüdiger Pfeiffer, Magdeburg, Geschichte und Kultur des Bistums Halberstadt, S.397 Eigenverlag Halberstädter Druckhaus

Abb. 1: Karl Bormann, Die gotische Orgel zu Halberstadt, 1966 Verlag Merseburger Berlin GmbH 
Abb. 2: Michael Prätorius, Syntagma musicum, Wolfenbüttel 1619 
Abb. 3. Foto: Mahlke, Halberstadt 
Abb. 4: Foto: Ursula Techel